Archiv für Januar 2009

NPD Veranstaltung in Kamen Methler verhindert!

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Menschen, die sich am Samstag gegen die NPD gestellt haben, bedanken. Besonders der von der NPD getäuschte Wirt, der trotz finanzieller Einbußen der NPD ohne zu zögern gekündigt hat, verdient unser Lob.

Es ist allerdings zu vermuten, dass die NPD und Herr Voss weiterhin versuchen, im Kreis Unna Räume anzumieten, um rechtsextreme Veranstaltungen durchzuführen. Für entsprechende Hinweise sind wir über unsere Mailadresse zu erreichen.

Antifa UNited

Bericht der UNited
Bericht der WAZ
Bericht des Hellweganzeiger

Infos zur NPD (Unna)

Lünens rechter Rand – Rückblick und Perspektiven

In den vergangenen Jahren kam es zu zahlreichen Übergriffen von Lüner Neonazis auf alternative Jugendliche und Migranten. Doch die Zahl dieser Übergriffe ist in den vergangenen 2 Jahren stetig zurück gegangen und von einer Existenz eben jener Nazis, die bis vor gut 3 Jahren noch geschlossen zu Demonstrationen und Konzerten fuhren oder einfach nur am Kanal abhingen und sich vollaufen ließen, war so gut wie nichts mehr zu merken.
Doch was war geschehen? Im Jahre 2005 gab es noch mehrere NPD Stände in der Lüner Innenstadt, die teilweise gestört und beendet werden konnten. Zudem wurden NPD Mitglieder am Verteilen der sogenannten „Schulhof CD“ am Gymnasium Altlünen gehindert.
Die, wenn man sie denn so bezeichnen will, militante Naziszene verbrachte einige schöne Jahre ,als sich selbst titulierte Kameradschaft, im Keller eines Kameraden oder in diversen Kneipen der Stadt. Ihre Kameradschaftsabende, meist nichts weiter als Saufgelage, endeten nachdem ihr Kameradschaftskeller vom Hausbesitzer verschlossen wurde. Anwohner hatten sich über Lärm und Uringeruch beschwert, sodass gehandelt wurde. Die verzweifelten Versuche von „Keule“, versuchter Gruppenführer, die Horde in den Griff zu bekommen, scheiterten kläglich und stattdessen schlugen sich die Kameraden brüderlich gegenseitig, im Kampf um „Weib und Ehre“, die Köpfe ein. Auch Versuche Kontakte nach Dortmund, wie der Skinheadfront Dorstfeld, zu knüpfen, blieben ohne Erfolg und so blieb es bei einigen feucht fröhlichen Abenden.
So kam das Ende der Kameradschaft und was blieb waren die mehr oder weniger gelungenen Tätowierungen von Gismo.
Der Fall, der für die meiste Aufregung sorgte, war die V- Mann Affäre um Sebastian Seemann im August 2007. Eben jener war jahrelang in der Dortmunder Naziszene aktiv und einer der Mitorganisatoren des größten jährlichen Nazikonzerts, das Ian Stuart Donaldson Memorial Concert in Belgien. Eben jener sorgte für Aufregung im Innenministerium, da Mitarbeiter des Verfassungsschutz Seemann vor der Polizei warnten, die sein Telefon auf Grund von Drogen- und Waffengeschäften abhörten. Nun wurde eben jener Nazi, der die gesamte Naziszene in NRW mit Waffen versorgte, vom Verfassungsschutz gedeckt, was natürlich und vollkommen berechtigt für einen Skandal sorgte. Die Aufklärung dessen wurde jedoch vom Innenminister des Landes NRW, Ingo Wolff, erfolgreich unterbunden. Seemann, ehemaliger Betreiber der Kneipe Störtebeker (mittlerweile Doom Club) sitzt momentan eine mehrjährige Haftstrafe ab.
Der sonst so aktive NPD Kreisverband Unna hielt Anfang 2008 angeblich eine seiner monatlich stattfindenden Saalveranstaltungen in Lünen ab, trat sonst jedoch nicht in Erscheinung.
Von der ehemaligen Kameradschaft blieben nur noch wenige treue Recken übrig und so besann man sich im Jahre 2008 wieder auf alte Stärken und traf sich häufiger mit 3 oder mehr Leuten am Theaterparkplatz, um sich die ein oder andere Flasche Weinbrand zu zwitschern.
Erstmals tauchten auch wieder Aufkleber aus dem Wikingerversand auf und in Haushalten fanden sich Werbeblätter von DVU und NPD. Zudem kamen einige anonyme Flugblätter, auf denen die deutsche Bevölkerung aufgerufen zu wurde, sich zu ihrem „stolzen und starken Volk“ zu bekennen.
Es bleibt abzuwarten, wie die NPD Unna sich auf den anstehenden Wahlkampf vorbereitet und inwiefern sich die Lüner Neonaziszene rehabilitieren kann.

Wir als Antifa Lünen werden ihnen weiterhin gehörig in die Suppe spucken!
Keep on movin’!