Archiv für März 2009

Antifa Soccer Cup 09 in Lünen


Es ist so weit – am 16.05.09 steigt das 1. antirassistische Fußballturnier Lünens!

Hiermit wollen wir einerseits darauf aufmerksam machen, dass rassistische, homophobe und sonstige Diskriminierungen in der Gesellschaft stark verbreitet sind und andererseits zeigen, dass man gemeinsam immer noch am meisten Spaß hat – ohne Ausgrenzung und Unterdrückung!

(klick für Infos und Aufruf)

Antifa Soccer Cup Lünen

Die extreme Rechte vor der Kommunalwahl 2009

Im Hinblick auf die kommenden Kommunalwahlen im September 2009 empfehlen wir Euch die aktuelle Lotta, deren Schwerpunkt die extreme Rechte vor der Kommunalwahl 2009 ist.

Hier die Einleitung: klick

Wer die LOTTA lieber in vollständiger gedruckten Form haben möchte, kann diese auf der Homepage bestellen.
LOTTA#34

Eine aktuelle Anmerkung:
Wie aus dem Gästebuch der Homepage des NPD Kreisverbandes Unna/Hamm hervorgeht, wird dieser auf Grund personeller Mängel nicht zur kommenden Kommunalwahl antreten.

Stellungnahme zum „Doom Club“

Zu unserem Artikel „Lünens rechter Rand“ erreichte uns folgende Mail vom Besitzer des „Doom Club“ in Lünen Süd:

„Ich finde eure Arbeit gegen die rechten Spinner Klasse, nur
kommt es in eurem Artikel „Lünens rechter Rand“ so rüber als wäre mein
Laden weiterhin das „Stoertebecker“ nur mit einem anderen Namen
versehen.

Ich möchte ganz ausdrücklich betonen das ich mit der rechten Szene
nichts zu tun habe!!!! Mal ganz davon abgesehen das ich Halb-Spanier
bin und meine Lebensgefährtin Halb-Polin, ein weiterer Grund warum ich
ganz bestimmt nichts mit braunen Spinnern zu tun haben will!

Ich spiele in meinem Laden Metal, Punk und Hardcore. Falls es euch
nicht entgangen ist, wüsstet ihr auch das mittlerweile schon mehrere
Punk-bands im „Doom Club“ aufgetreten sind.

Der „Doom Club“ ist kein rechter Laden und es sind auch keine Nazis
willkommen!!!“

Stellungnahme:
Wir verstehen den Vorwurf sehr gut. Während der Entstehung des Textes gab es auch eine Diskussion innerhalb unserer Gruppe, ob der „Doom Club“ erwähnt werden sollte. Wir kamen zu dem Entschluss, dass es zwingend notwendig ist das Störtebeker in Bezug mit Sebastian Seemann zu nennen. Die angesprochene Passage, in der der Doom Club erwähnt wird „Seemann, ehemaliger Betreiber der Kneipe Störtebeker (mittlerweile Doom Club) sitzt momentan eine mehrjährige Haftstrafe ab.“ soll lediglich verdeutlichen an welcher Stelle sich das „Störtebeker“ befand, dass sich ebenfalls als alternative Kneipe gab.
Wir möchten jedoch nun hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keinerlei Anhaltspunkte dafür haben, dass der „Doom Club“ eine „Nazikneipe“ ist. Dies war auch nicht unsere Vorstellung, als wir den Artikel verfassten.
Mitglieder unserer Gruppe waren selbst schon im „Doom Club“ und sehen diesen als einen längst überfälligen Ort für alternative Musik. Wir begrüßen den Wandel der Lokalität, vom Störtebeker zum „Doom Club“, sehr.
Gleichzeitig möchten wir anmerken, dass der Neonazi und V-Mann Sebastian Seemann bereits seit seiner Verhaftung im August 2007 nicht mehr der Besitzer der Kneipe ist.
Wir möchten uns für den Eindruck, dass der Doom Club ebenfalls eine Lokalität der rechten Szene ist, entschuldigen.

Wer sich selbst ein Bild davon machen will schaut am Besten einfach selbst einmal im „Doom Club“ vorbei:
Homepage des Doom Clubs

Dortmund: Thomas Schulz Gedenkdemo am 28.03

schmuddel

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 28.03.2009 in Dortmund!

Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in einer belebten U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf verstarb. Bei der diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an das Opfer des Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen diejenigen zu verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und es immer noch versuchen. Zum Anderen müssen die immer stärker werdende Neonaziszene und ihre vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen und alternative Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und der Öffentlichkeit mit einer großen und entschlossenen Demonstration verdeutlichen, dass wir den Mord an Thomas Schulz nicht vergessen haben und verstärkt gegen die lokale Neonaziszene vorgehen werden.

[…]

Den gesamten Aufruf gibt es hier

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
28.03.2009 / 15:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und deutsche Verhältnisse!

ACHTUNG: Treffen am Lüner HBF um 14 Uhr. Von dort gemeinsame Anreise per Zug. Um Gruppentickets wird sich bemüht.

07.03. Haltern am See: Antifa Demo

Gegen die neuerliche Nazigewalt und den Umgang seitens Polizei, Justiz und Öffentlichkeit!

In der Nacht auf Samstag, den 28.02 ist es zu einer
neuen Eskalationsstufe der neonazistischen Gewalt in Haltern am See gekommen.
Nachdem eine größere Gruppe Halterner und auswärtiger Neonazis erst einen Jugendlichen in der nähe des Halterner Bahnhofs angriffen und dieser in das örtliche Krankenhaus eingeliefert werden musste, attackierten sie kurz darauf eine junge Frau. Wenig später griffen mehrere Neonazis eine Geburtstagsparty im elterlichen Wohnhaus an, indem sie Reizgas durch einen Fensterspalt in den Partyraum leiteten. Auf dem Weg dorthin trafen sie auf zwei 20-jährige und attackierten diese überfallartig mit Schlagstöcken, sodass sie Hämatome und Verletzungen am ganzen Körper sowie gebrochene Nasen erlitten. Die flüchtenden Partygäste fanden dann vor dem Haus einige Neonazis in Polizeigewahrsam wieder, während andere Täter flüchten konnten. Die Neonazis wurden auf Personalien kontrolliert und wieder freigelassen.
Etwas später griff eine Gruppe von ungefähr 10 Neonazis drei Jugendliche an, die auf dem Heimweg von der Discothek „Old Daddy“ in Haltern waren. Die Nazis attackierten sie mit den Worten :„Ihr seid nicht so deutsch wie wir es wollen!“ und „Links oder Rechts, was anderes gibt es nicht!“, worauf einer der Jugendlichen mit „Weder noch.“ antwortete. Einem aus der Gruppe
drohten sie :„Jetzt stirbst du, du Scheißneger!“. Dann griffen die Neonazis
die Jugendlichen mit Schlagstöcken und Steinen an. Eine Gegenwehr unterbanden sie, indem sie einem der Jugendlichen eine Schusswaffe an den Kopf hielten. Zwei Betroffene konnten fliehen während einer mit Steinen niedergeschlagen und wenig später mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Nach diesen Übergriffen sammelte sich die Gruppe wieder am Bahnhof um dort erneut Menschen zu bedrohen und zur Flucht zu nötigen. Ein vorbeifahrender Polizeiwagen schritt nicht ein und die Nazis entkamen abermals, wahrscheinlich via S-Bahn. Die an diesem Abend insgesamt 5 Verletzten mussten im Krankenhaus behandelt werden und konnten teilweise erst am nächsten Tag das Krankenhaus verlassen.
(ganzen Aufruf der Antifa Haltern lesen)

07.03.2009 // 14 Uhr Haltern am See, Bahnhof

07.03 – Osnabrück: NPD Aufmarsch verhindern!

osna_antifa_luenen

Nazis wegrömern – den rassistischen Konsens zerschlagen

Was haben die Römer je für uns getan?

Also gut ja, ich gebe zu, der Aqädukt und die sanitären Einrichtungen, das haben die Römer für uns getan. -Und die schönen Straßen. -Achja, selbstverständlich die Straßen. Das mit den Straßen versteht sich ja von selbst, oder? Abgesehen von den sanitären Einrichtungen, dem Aqädukt und den Straßen… –Medizinische Versorgung… -Schulwesen… -Naja gut. Das sollte man erwähnen. -Und der Wein… --- Ou ja. -Ja. Das ist wirklich etwas, was wir vermissen würden, wenn die Römer weggingen. -Die öffentlichen Bäder… -Und jede Frau kann es wagen, nachts die Straße zu überqueren. -Jaha. Die können Ordnung schaffen, denn wie es hier vorher ausgesehen hat, davon wollen wir ja gar nicht reden. – Also gut. Mal abgesehen von sanitären Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der öffentlichen Ordnung, der Bewässerung, Straßen, der Wasseraufbereitung und der allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die Römer JE für uns getan? -Den Frieden gebracht… – Aach! Frieden! Halt die Klappe!
Monty Python – Life of Brian

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Am 7. März wollen NPD und andere Nazis in Osnabrück unter dem Slogan »Hermanns Schlacht, 2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung« einem ihrer Urmythen, der im Jahre 9 geschlagenen Varusschlacht, gedenken und so aus der Geschichte eine Legitimation für ihre menschenverachtende Ideologie machen. Mit den historischen Fakten hat dies freilich nichts zu tun. Der Fürst der Cherusker und römische Offizier Arminius – dessen Namen die Nationalen zu Hermann eindeutschten – war nicht Anführer einer germanischen Befreiungsbewegung, sondern eines Verrats römischer Hilfstruppen. Es gab keine titanische Schlacht, in der deutsche Tugenden und deutscher Stahl die römischen Legionen niederwarfen. Vielmehr siegte das von Arminius geschmiedete Bündnis einiger Stämme, die von den Römern mit dem Sammelbegriff Germanen bezeichnet wurden, gegen die unvorbereiteten Legionen Roms. Nach dem Rückzug der Römer bekriegten sich die Stämme wieder untereinander. Allein, weil Kaiser Tiberius es leid war, das von Stammeskriegen permanent zerrissene rechtsrheinische Ufer zu befrieden und unter die „pax romana“ zu stellen, verwandelte sich das von wilden Barbaren bewohnte Land nicht in eine römische Provinz, und die Bewohner_innen der „germanischen“ Sumpfgebiete wurden sich selbst überlassen.
Arminius selbst wurde im Jahr 21 von einem Verwandten ermordet. Die Stammeskämpfe wurden schließlich so verheerend, dass die Cherusker eine Delegation nach Rom schickten und um die Entsendung eines Fürsten baten.

(Aufruf weiterlesen)

Artikel der Jungle World: klick