07.03 – Osnabrück: NPD Aufmarsch verhindern!

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Nazis wegrömern – den rassistischen Konsens zerschlagen

Was haben die Römer je für uns getan?

Also gut ja, ich gebe zu, der Aqädukt und die sanitären Einrichtungen, das haben die Römer für uns getan. -Und die schönen Straßen. -Achja, selbstverständlich die Straßen. Das mit den Straßen versteht sich ja von selbst, oder? Abgesehen von den sanitären Einrichtungen, dem Aqädukt und den Straßen… –Medizinische Versorgung… -Schulwesen… -Naja gut. Das sollte man erwähnen. -Und der Wein… --- Ou ja. -Ja. Das ist wirklich etwas, was wir vermissen würden, wenn die Römer weggingen. -Die öffentlichen Bäder… -Und jede Frau kann es wagen, nachts die Straße zu überqueren. -Jaha. Die können Ordnung schaffen, denn wie es hier vorher ausgesehen hat, davon wollen wir ja gar nicht reden. – Also gut. Mal abgesehen von sanitären Einrichtungen, der Medizin, dem Schulwesen, Wein, der öffentlichen Ordnung, der Bewässerung, Straßen, der Wasseraufbereitung und der allgemeinen Krankenkassen, was, frage ich euch, haben die Römer JE für uns getan? -Den Frieden gebracht… – Aach! Frieden! Halt die Klappe!
Monty Python – Life of Brian

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Am 7. März wollen NPD und andere Nazis in Osnabrück unter dem Slogan »Hermanns Schlacht, 2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung« einem ihrer Urmythen, der im Jahre 9 geschlagenen Varusschlacht, gedenken und so aus der Geschichte eine Legitimation für ihre menschenverachtende Ideologie machen. Mit den historischen Fakten hat dies freilich nichts zu tun. Der Fürst der Cherusker und römische Offizier Arminius – dessen Namen die Nationalen zu Hermann eindeutschten – war nicht Anführer einer germanischen Befreiungsbewegung, sondern eines Verrats römischer Hilfstruppen. Es gab keine titanische Schlacht, in der deutsche Tugenden und deutscher Stahl die römischen Legionen niederwarfen. Vielmehr siegte das von Arminius geschmiedete Bündnis einiger Stämme, die von den Römern mit dem Sammelbegriff Germanen bezeichnet wurden, gegen die unvorbereiteten Legionen Roms. Nach dem Rückzug der Römer bekriegten sich die Stämme wieder untereinander. Allein, weil Kaiser Tiberius es leid war, das von Stammeskriegen permanent zerrissene rechtsrheinische Ufer zu befrieden und unter die „pax romana“ zu stellen, verwandelte sich das von wilden Barbaren bewohnte Land nicht in eine römische Provinz, und die Bewohner_innen der „germanischen“ Sumpfgebiete wurden sich selbst überlassen.
Arminius selbst wurde im Jahr 21 von einem Verwandten ermordet. Die Stammeskämpfe wurden schließlich so verheerend, dass die Cherusker eine Delegation nach Rom schickten und um die Entsendung eines Fürsten baten.

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Artikel der Jungle World: klick

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