Stellungnahme zum „Doom Club“

Zu unserem Artikel „Lünens rechter Rand“ erreichte uns folgende Mail vom Besitzer des „Doom Club“ in Lünen Süd:

„Ich finde eure Arbeit gegen die rechten Spinner Klasse, nur
kommt es in eurem Artikel „Lünens rechter Rand“ so rüber als wäre mein
Laden weiterhin das „Stoertebecker“ nur mit einem anderen Namen
versehen.

Ich möchte ganz ausdrücklich betonen das ich mit der rechten Szene
nichts zu tun habe!!!! Mal ganz davon abgesehen das ich Halb-Spanier
bin und meine Lebensgefährtin Halb-Polin, ein weiterer Grund warum ich
ganz bestimmt nichts mit braunen Spinnern zu tun haben will!

Ich spiele in meinem Laden Metal, Punk und Hardcore. Falls es euch
nicht entgangen ist, wüsstet ihr auch das mittlerweile schon mehrere
Punk-bands im „Doom Club“ aufgetreten sind.

Der „Doom Club“ ist kein rechter Laden und es sind auch keine Nazis
willkommen!!!“

Stellungnahme:
Wir verstehen den Vorwurf sehr gut. Während der Entstehung des Textes gab es auch eine Diskussion innerhalb unserer Gruppe, ob der „Doom Club“ erwähnt werden sollte. Wir kamen zu dem Entschluss, dass es zwingend notwendig ist das Störtebeker in Bezug mit Sebastian Seemann zu nennen. Die angesprochene Passage, in der der Doom Club erwähnt wird „Seemann, ehemaliger Betreiber der Kneipe Störtebeker (mittlerweile Doom Club) sitzt momentan eine mehrjährige Haftstrafe ab.“ soll lediglich verdeutlichen an welcher Stelle sich das „Störtebeker“ befand, dass sich ebenfalls als alternative Kneipe gab.
Wir möchten jedoch nun hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir keinerlei Anhaltspunkte dafür haben, dass der „Doom Club“ eine „Nazikneipe“ ist. Dies war auch nicht unsere Vorstellung, als wir den Artikel verfassten.
Mitglieder unserer Gruppe waren selbst schon im „Doom Club“ und sehen diesen als einen längst überfälligen Ort für alternative Musik. Wir begrüßen den Wandel der Lokalität, vom Störtebeker zum „Doom Club“, sehr.
Gleichzeitig möchten wir anmerken, dass der Neonazi und V-Mann Sebastian Seemann bereits seit seiner Verhaftung im August 2007 nicht mehr der Besitzer der Kneipe ist.
Wir möchten uns für den Eindruck, dass der Doom Club ebenfalls eine Lokalität der rechten Szene ist, entschuldigen.

Wer sich selbst ein Bild davon machen will schaut am Besten einfach selbst einmal im „Doom Club“ vorbei:
Homepage des Doom Clubs

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