Archiv für März 2010

Backyard Café in Kamen öffnet wieder seine Pforten

Im linken Jugendtreff des Kreises Unna, dem „Backyard“ in Kamen, finden auch dieses Jahr wieder Vorträge statt. Den Start machen dabei in diesem Jahr Vorträge über die Neonazi-Subkultur der „Autonomen Nationalisten“ und über deren Auftreten in Unna.
Backyard Kamen
Die in Unna ansässigen Nazis machten im letzten Jahr durch zahlreiche Attacken auf linke Einrichtungen, das Verteilen von weltverschwörerischen Flyern, eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen NPD und ein äußerstes abstruses Auftreten im Internet unter dem Namen „Nationaler Widerstand Unna“ von sich Reden. Auch die örtliche Presse berichtet immer wieder über sie, zuletzt am 6. März in den Ruhrnachrichten. Vernetzt sind die Unneraner Nazis vorallem mit Neonazis aus Hamm, Ahlen und Dortmund, jedoch auch mit den „Freien nationalen Aktivisten Lünen“.
Die beiden Vorträge werden Einblicke in die Strukturen eben jener sich als „autonom“ bezeichnender Nazis bieten und ihre Inhalte und Aktionsweise beleuchten.

Die Termine:

14.03.2010 – 16 Uhr
„Autonome Nationalisten“ – alte Inhalte in neuem Gewand

18.04.2010 – 16 Uhr
„Nazis gibt’s in jeder Stadt“– Die rechte Szene im Kreis Unna

Mehr Infos erhaltet Ihr auf der Website des Backyards: klick

Anfahrt: Das Backyard liegt zentral in der Innenstadt Kamens, gut zu erreichen aus Lünen per Bus & Bahn. (Haltestelle „Markt“)
Adresse: GAL-Zentrum Kamen, Güldentröge 18

News

Nachdem unser Blog in letzter Zeit etwas inaktiv war, möchten wir Euch kurz über einige wichtige Geschehnisse in den letzten paar Monaten unterrichten.

Lüner Naziszene
Es ist relativ ruhig geworden um André M. und seine „freien nationalen Aktivisten“. Ihre letzte nennenswerte Aktion beschränkte sich darauf auf ihrer Homepage ehemalige Kameraden und Mitschüler als vermeintliche Antifaschisten zu outen. Gründe für diese Outings im Internet waren wohl die öffentlichen Outings von zwei Lüner Nazis aus den Reihen der „F.N.A.L.“. Die Folgen dessen waren für Andre M. und Stephan B., dass sie sich nicht mehr anonym in ihrer Nachbarschaft bewegen konnten und sich seit dem mehr als nur unwohl fühlen, so wurden unter Anderem bei André M. die Fensterscheiben eingeschmissen.


Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich verhindert

Der größte europäische Naziaufmarsch konnte am 13.02. dank eines breiten linken Bündnisses und erfolgreichen Blockaden verhindert werden. Im Nachhinein rühmten sich Vertreter des bürgerlichen Spektrums, dass die Nazis „nicht durch ihre Stadt Dresden laufen konnten“. Im Vorfeld war es noch zu einer Kriminalisierung der Blockaden durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Politik gekommen. Die Konzeption der Blockaden, sowie zahlreiche Einzelaktionen am 13.02. ließen den Tag aus antifaschistischer Sicht zu einem vollen Erfolg werden. (siehe auch Indymedia)
Jedoch sei an dieser Stelle auch noch einmal auf die unerträgliche Art & Weise verwiesen, wie von bürgerlichen Parteien und Organisationen an die Bombardierung Dresdens gedacht wird. (siehe „venceremos“)
Dresden

Vorratsdatenspeicherung vorläufig verboten
Die Vorratsdatenspeicherung ist vorläufig durch das Bundesverfassungsgericht verboten worden, da diese gegen das Telekommunikationsgeheimnis verstößt. Eine endgültige Verhinderung des Speicherns von Internetdatenspericherung auf Vorrat ist damit jedoch nicht abgewandt. (ausführlichere Infos: klick)
Banksy

Außerdem verweisen wir auf die zahlreichen anstehenden Termine: klick