NRW Landtagswahl: Kein Erfolg für rechte Parteien!

wahlen

Die Landtagswahlen am 9. Mai waren für die rechten Parteien in NRW eine ziemliche Enttäuschung. Zusammen brachten sie es auf etwas mehr als 2 Prozent der Stimmen, dennoch gilt nach wie vor: Jede Stimme für eine der rechten Parteien, ist eine Stimme zuviel.

Zum Abschneiden der NPD bei den nordrheinwestfälischen Landtagswahlen am vergangenen Wochenende, lassen wir die NPD selbst mit einer ehrlichen Selbsteinschätzung, die man ansonsten von der NPD nicht unbedingt gewohnt ist, zu Wort kommen. So verkündet Claus Cremer, seines Zeichens Vorsitzender der NPD NRW:

Das Abschneiden der einzig wirklichen, nationalen Opposition, der NPD, kann und muß als schwere Enttäuschung gewertet werden. Nur 0,7 % der Wähler machten ihr Kreuz an der rechten Stelle.


Bereits im Wahlkampf lief bei der NPD wenig rund, so wurden zahlreiche Plakate und ihr Infostand in Unna zerstört. In Lünen wurden etwa 200 ihrer Plakate abgerissen, obwohl die Wahlhelfer der NPD, die „freien nationalen Aktivisten Lünen“, die Plakate nur noch in einer Höhe von 6 m aufhängten, da bereits bei der Bundestagswahl 2009 sämtliche Plakate zerstört wurden. Immerhin erreichte die NPD in Lünen 1,8 % der Stimmen, absolut bedeutet dies 652 Stimmen. 772 wählten die NPD noch bei den Bundestagswahlen, somit verloren sie in Lünen rund 15 % ihrer Stimmen in einem Jahr.
Die Selbsteinschätzung der NPD zu ihrem Wahlkampf ist ebenfalls bezeichnend und eine Veröffentlichung an dieser Stelle wert:

Festzuhalten bleibt bei aller Enttäuschung, daß die NPD in NRW mit dem Notetat, der ihr für die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland zur Verfügung stand, das Beste herausgeholt hat. So wurde(n) das Werbematerial der Partei professionalisiert, mehrere zehntausend Plakate (wenn auch nur für kurze Zeit, aufgrund gut organisierter Plakatzerstörungen durch linke Politchaoten) gehangen, eine umfangreiche Jungwählerwerbung gestartet, neue Medien wie das Internet intensiv genutzt, zahlreiche Informationsstände, Mahnwachen und Kundgebungen durchgeführt, das Flaggschiff der Partei nach NRW geholt und sogar ein Flugzeug gechartert, welches in den letzten Tagen vor Wahl seine Werbekreise über NRW zog.

npd plakat zerstoert

Ein Flugzeug setzte auch die rechtspopulistische Partei „pro NRW“ ein, trotzdem erreichten sie nur 1,4 % der Stimmen. Wie der Wahlkampf der NPD, wurde auch der von pro NRW erheblich behindert. Der „Kreuzzug für das Abendland“ mit dem Patrik Brinkmann mittels einer Bustour die vermeintliche Islamisierung stoppen wollte, scheiterte grandios an sämtlichen Stationen, an denen er halt machte. Überall versammelten sich zahlreiche Gegendemonstranten, übertönten die Reden, blockierten den Bus, bewarfen die RassistInenn mit Eiern und Wasserbomben, den Bus mit Flaschen und Steinen und machten den „Kreuzzug“ zum Rückzug. In Lünen erreichten sie mit 252 Stimmen nur 0,7 %. Insgesamt hatte sich pro NRW deutlich mehr Stimmen erhofft.

pro nrw

Die ebenfalls rassistische Parte „Republikaner“ spielten weder im Wahlkampf noch beim Wahlergebnis eine große Rolle. 121 Stimmen und 0,3% in Lünen spiegeln das desolate Gesamtergebnis wider.

Die Wahlergebnisse der rechten Parteien im Ruhrgebiet im Detail: braunraus.blogspot.com

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