Archiv der Kategorie 'Antikapitalismus'

Innenministerkonferenz 2011: IMK auflösen!

Der Ton wird rauer, die Politik verrückter und die Aussichten immer brutaler. Es gibt allen Grund sich gegen diese Zumutungen zu wehren. Stattdessen wird im Hamsterrad der Konkurrenz nach unten getreten. Sichtbar wird dies im aktuell grassierenden Sozialchauvinismus und Rassismus. Mit beiden Ideologien forder und fördern die bedrängten Menschen ihre eigene Integration in die kapitalistische Verwertung. Sie erhöhen so auch den Druck aufeinander. Vielen Dank für die Blumen. Wir verzichten gern auf Integrationsbambis und eure Erziehung zum Mitmachen. Den Zwängen der kapitalistischen Ordnung kann sich zwar niemand einfach entziehen. Es gibt aber auch keinen Grund, sie für legitim zu halten. Die kläglichen Privilegien der so genannten freien Welt sind ohnehin nur durch den Ausschluss der Anderen möglich. In dieser Weltordnung geht es allen schlecht. Manchen auf hohem Niveau.

Die Innenministerkonferenz kommt nach Frankfurt. Wir auch.

(mehr…)

„Sich fügen heißt Lügen“

via Antifa UNited:

Berlin/Unna. Am Mittwoch Vormittag wurde auf dem Presseportal „Der Westen“ ein Artikel über die Proteste gegen die Räumung der Liebig 14, einem besetzten Haus in Berlin veröffentlicht. Dabei ging es auch um die Rolle Edwin Thönes, Geschäftsführer der Ortsniederlassung des Deutschen Kinderschutzbunds in Unna. Neben den üblichen Krawallklauseln steht auch einiges Interessantes in besagtem Artikel.

So scheint der Miteigentümer der Liebig 14, Edwin Thöne, aufgrund „des Ärgers aus dem Projekt aussteigen“ zu wollen. In der Vergangenheit gab es Gesprächsangebote der Hausbewohner_Innen, genauso wie Protestaktionen gegen seine Räumungspläne. Scheinbar ist dies nun der Versuch das Gesicht zu wahren und sich weiteren Ärger vom Hals zu halten.

Das mit diesem Statement, und dem angeblichen Rückzug aus der Hausbesitzergesellschaft, die Verantwortung für die Räumung nicht aus der Welt ist, sollte Thöne jedoch bewusst sein. Da Thöne mit seinem Geschäftspartner Suitbert Beukler gemeinsam die Räumung absegnen musste, hatte er zu jeder Zeit die Möglichkeit, aus dem „Projekt“ auszusteigen und die Räumung zu verhindern. Angebote, ihm diesen Ausstieg z.B. durch einen Kauf des Hauses zu versüßen, hat es von Seiten der Bewohner_Innen der Liebigstraße 14 gegeben. Die ehemaligen Bewohner_Innen des Hauses dokumentieren ihre Bemühungen auf ihrer Homepage.

Das Thönes Engagement beim Kinderschutzbund weniger Überzeugung als Gelderwerb ist, zeigt nicht zuletzt, dass er unter anderem zwei Kleinkinder samt Eltern aus dem Haus warf. Seine Wohltaten für Kinder scheinen da aufzuhören, wo viel Geld im Spiel ist. Die Glaubwürdigkeit und die Gemeinnützigkeit eines Kinderschutzbundes mit einem Geschäftsführer wie Edwin Thöne ist zu bezweifeln. Abschließend bleibt wohl zu sagen, dass in einer ironischen Sicht auch für Edwin Thöne gilt, „Sich Fügen heißt Lügen!“.

Aus Protest gegen die Räumung fanden in vielen Städten Demonstrationen und andere Aktionen statt. Unter anderem gingen in Dortmund knapp 100 Menschen auf die Straße. Ein Bericht erschien später auf dem Medienportal Indymedia.

Pressespiegel:
Artikel über Thönes Ausstieg und die Proteste in Berlin (Der Westen)
„Kinderschutzbund Unna kriminalisiert Liebig 14″ (Indymedia 2009)

Es gibt kein Ende der Geschichte – Bundesweite antinationale Demo in Berlin

Antinationale bundesweite Demonstration und Aktionswochenende gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Freiheitsmythos. Der Zusammenbruch des Ostblocks war kein »Ende der Geschichte«, sondern ein Aufbruch in den globalen Krisenkapitalismus. (Aufruf)

dichtmachen.blogsport.de

(mehr…)

3.10.09 – Still not ♥´ing Germany!

Zur Abwechslung mal was musikalisches:

Übermorgen, am Samstag den 03.10.2009, steigen mal wieder die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit. Das bedeutet viele Liter Bier, viel Gewedel mit Deutschland Fähnchen, und Hurra Patriotismus für alles und jeden.
Dass Deutschland nicht gerade die besten Gründe zum feiern liefert ist jedoch jedem klar, der sich genauer mit den Zusammenhängen zwischen Nationalismus und Kapitalismus auseinandergesetzt hat. Aus diesem Grund erschien nun zum 3.Mal in Folge der antinationale Hip Hop Sampler „No Nation Mixtape“, herausgegeben von der Berliner Antifa Gruppe „North East Antifascists [NEA]“. Zusätzlich steigt am 2.Oktober in Berlin der dritte No Nation Hip Hop Jam. Da Berlin jedoch recht weit weg ist, wollen wir jedem die Möglichkeit bieten sich auch vor Ort mit antinationalem Liedgut vertraut zu machen.
Zudem möchten wir auf die bundesweite, antinationale Demo am 10.10 in Leipzig aufmerksam machen. Für den geneigten Leser gibt es zusätzlich noch den Text „Warum sind wir antinational“ von der Jungen Linken.

DOWNLOAD Mixtape

North East Antifascists [NEA]

Eine Hörprobe vom Mixtape gibts hier:

Bildungsstreik am Gymnasium Altlünen

Am heutigen Freitag wurde am Gymnasium Altlünen die erste Stunde komplett bestreikt. Wir dokumentieren den Indymediabericht des „AK Bildungsstreik GA“ und erklären uns mit seiner Zielsetzung solidarisch.
(mehr…)