Archiv der Kategorie 'Lünen'

Outing von Jung-Nazi

In der Nacht vom 23. auf den 24. August wurde ein Nachwuchsneonazi geoutet. Aktivist_innen der Nazi-Watch-Crew Lünen verteilten ca. 200 Flugblätter an die benachbarten Haushalte im “Brusenkamp 1”. Im Gespräch mit Carsten Petterson sagten die Verantwortlichen: “Es ist erschreckend, dass ein 15-jähriger schon ein so verkommenes Weltbild hat. Mit dem Outing wollen wir bewirken, dass sein soziales Umfeld über sein Denken und Handeln aufgeklärt wird und ihn möglichst oft verbal damit konfrontiert.”

Anbei der Flyer.

via: http://de.indymedia.org/2011/08/314727.shtml

Nazis jagen Antifaschist_Innen durch Lünen!

Gestern Nacht kam es zu einem rechten Übergriff in Lünen-Horstmar. Gegen 23.15 Uhr wurde eine dreiköpfige Gruppe von einem Autofahrer als Antifaschist_Innen erkannt. In dem dunklen Opel Corsa mit dem Kennzeichen UN DK 2427 saßen zwei männliche Personen, die die Gruppe erst beschimpften und dann mit dem Auto verfolgten. Als die Antifaschist_Innen die Flucht ergriffen, jagten die Männer sie mit dem Auto.
Auf der Flucht durch Vorgärten, Seitenstraßen und Nebenstraßen sprühten die Täter Reizgas aus dem Auto und bewarfen die Fliehenden mit Steinen. Nach einer etwa halbstündigen Flucht erreichten die Antifaschist_Innen das eigene Auto und fuhren in Richtung Polizeiwache.
Auf dem Weg wurden sie erneut von dem schwarzen Opel Corsa, sowie einem roten Ford Fiesta verfolgt. In dem zweiten Wagen saßen 4 bis 5 männliche Personen, die sehr nah an die Verfolgten heran fuhren, die Personengruppe bedrohten und dabei “Wir kriegen euch!” riefen. Erst beim Erreichen der Polizeiwache kehrten die beiden Autos um und fuhren davon.
Die Antifaschist_Innen wurden durch das Reizgas leicht verletzt. Einer der Betroffenen schilderte die Flucht als „Lauf um sein Leben“.

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Nazistraßen umbenannt

Agnes Miegel und Karl Wagenfeld waren nicht nur Dichter, die im NS verehrt wurden, sondern sich aktiv beteiligten. Dennoch sind in ganz Deutschland immer noch Straßen nach den als “Heimatdichtern” verharmlosten Nazis benannt. Eine Historikerkommision empfohl vor wenigen Wochen die Umbenennung von Straßen, die nach Miegel oder Wagenfeld benannt sind. Die Stadt Lünen hat daraufhin den Ältestenrat damit beauftragt eine Entscheidung zu fällen. Dies wird jedoch frühestens im September geschehen. Unbekannten genügte dies jedoch nicht. Sie benannten die Straßen am vergangenen Wochenende um und verteilten Flyer an die Bewohner/-innen der Agnes Miegel und Karl Wagenfeld Straße.

Wir schließen uns ihrer Forderung an: Für die sofortige Umbenennung der Agnes Miegel und Karl Wagenfeldstraße!
Keine Strassen für Nazis!

Hier der Wortlaut des Flugblattes:

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

gestern Nacht kam es zu mehreren Straßenumbenennnungen in Ihrer Nähe und im folgenden möchten wir Sie über deren Hintergründe und die Bedeutung aufklären.
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1.Mai in Lünen und das Problem mit der Polizei

Lünen. Einmal im Jahr treffen sich mehrere Tausende Jugendliche aus Lünen und Umgebung am Kriegerdenkmal im Lüner Norden und ziehen von dort aus zur Grillwiese am Cappenberger See. Diese 1. Mai-Tradition kann mittlerweile auf mehr als 20 Jahre Geschichte zurückblicken und findet großen Anklang. Jedoch unterscheidet sich dieses Ereignis in einem entscheidenden Punkt von anderen Massenevents. Es ist keine offizielle, angemeldete Veranstaltung. Es gibt weder eine Organisation, die den Ablauf vorgibt, noch ein Rahmenprogramm und auch keine_n Anmelder_in. Dieses eine Mal in Jahr haben die Jugendlichen in Lünen die Möglichkeit, eine Veranstaltung ganz nach ihren eigenen Wünschen und Ideen zu organisieren. Viele fangen bereits Wochen vorher an einen Maiwagen zu bauen, sie werden kreativ und haben Spaß daran. Verschiedenste Musikrichtungen sind auf der Grillwiese zu hören und die unterschiedlichsten Menschen treffen aufeinander. Diese Veranstaltung gibt den Jugendlichen den Freiraum, den sie brauchen und sonst nirgends in Lünen finden.

In den vergangenen Jahren wurde das Ereignis jedoch mit immer mehr Repressalien durch das Ordnungsamt und die Polizei konfrontiert. So spielt sich die Stadt als Veranstalter auf und setzte Repressionsmaßnahmen fest. So dürfen Maiwagen nur noch eine bestimmte Größe haben, nicht Aggregatbetrieben sein und es dürfen keine großen Musikanlagen benutzt werden.
Seit letztem Jahr sind die Jugendlichen mit einer weiteren Veränderung der Situation konfrontiert.
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Ausstellung Abschiebung Kosovo

Raus? Zurück in den Kosovo?
doch Luljeta (15 Jahre) ist noch niemals dort gewesen.

aak

Unsere Wanderausstellung befasst sich mit der drohenden Abschiebung besonders von Roma in den Kosovo.
12 000 Menschen sind in Deutschland von der drohenden Abschiebung betroffen.
Laut UNICEF sind darunter ca die Hälfte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren,
zwei Drittel davon sind in Deutschland geboren.
Im Kosovo gibt es kaum eine Perspektive auf Schulbildung, medizinische Versogung und gesellschaftliche Integration. Die Arbeitslosenrate der Roma liegt im Kosovo bei 98 Prozent.
Die Menschen leben ‚von der Hand in den Mund‘.

Der AK Flüchtlinge hat eine Ausstellung über das Schicksal von abgeschobenen Roma in den Kosovo, gestaltet. Im Mittelpunkt der Installation stehen die Funktionsweisen der Abschiebungen, sowie Hintergrundinformationen über die Lebensbedingungen für Roma im Kosovo und Serbien. Derzeit ist sie in Lünen-Süd im Paul Gerhardt Haus zu sehen, kann jedoch auch von interessierten Gruppen, Schulen etc. gemietet werden.

Weitere Informationen findet Ihr hier: klick

Machill entkommt knapp Haftstrafe

Lünen. Der Strippenzieher der Lüner Nazigruppierung „Freien Nationale Aktivisten Lünen“ (im Folgenden F.N.A.L.) A. Machill., wurde vom Lüner Amtsgericht am 6. August zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt, die für 2 Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Machill war bereits wegen drei anderen Delikten vorbestraft.

machill schweinfurt nazi
A. Machill am 1. Mai in Schweinfurt(2.v.l.)

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Reaktionen auf PM

Während die Polizei weiterhin behauptet keine Nazis gesehen zu haben, berichtet die WR kurz über die Vorfälle. Ein Statement von Susanne Schierenberg erfolgte weiterhin nicht.

Pressemitteilung: Die ewig reaktionäre Forderung nach der Todesstrafe für Kindesvergewaltiger…

Lünen. „Demo gegen Kindesmissbrauch“ – unter diesem Motto hatte die
Lünerin Susanne Schierenberg für Samstag, den 29. Mai, auf dem Marktplatz
zu einer zweistündigen Kundgebung auf den Marktplatz eingeladen. In ganz
Deutschland wurden an diesem Tag Demonstrationen und Kundgebungen aus
Solidarität mit den Opfern von Kindesmissbrauch veranstaltet, so auch in
Lünen.
Bereits um 12.30 Uhr begannen sich auf dem Willy-Brandt-Platz die ersten
zehn Demonstranten zu sammeln, hierbei handelte es sich um einschlägig
bekannte Neonazis aus dem Umfeld der „Aktionsgruppe Ruhr Mitte“, die
bereits in der Vergangenheit an bürgerlichen Demonstrationen und
Kundgebungen gegen Kindesmissbrauch teilnahmen und die „Todesstrafe für
Kinderschänder“ forderten. Um 13 Uhr, dem offiziellen Beginn der
Veranstaltung, fanden sich insgesamt 30 Personen vor dem Rathaus ein,
darunter ca. 20 Nazis und einige Mütter und Väter mit ihren Kindern, die
scheinbar dem Organisationsteam angehörten. Ein Polizeiwagen war ebenfalls
vor Ort.

Orga_Nazis_Luenen

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Wichtiger Termin: Informationsabend über und gegen die rechte Szene Lünens

Am Mittwoch, den 26. Mai, laden wir gemeinsam mit der „politischen Jugend Lünen“ zu einem Informationsabend ein, bei dem über Kooperationsmöglichkeiten diskutiert werden soll.
Ziel soll es sein zu klären in welchem Maße und in welcher Form gemeinsam gegen die rechte Szene vorgegangen werden kann. Zu Beginn der Veranstaltung wird es ein kurzes Impulsreferat über unsere Arbeit und die Lüner Naziszene geben, anschließend wollen wir gemeinsam mit allen interessierten Menschen diskutieren.

Kommt zahlreich und bringt Ideen mit!

// Mi., 26.05. 19 Uhr SPD Geschäftsstelle, Stadttorstr. 5, 44532 Lünen

Zum Hintergrund: klick

Mitglieder der NPD, DVU, REP , ProNRW oder sog. „Freier Kameradschaften“
und „Autonomer Nationalisten“, sowie andere Personen, die der rechten
Szene zugehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit
bereits durch rassistische und antisemitische Äußerungen aufgefallen sind,
werden von der Veranstaltung ausgeschlossen.

NRW Landtagswahl: Kein Erfolg für rechte Parteien!

wahlen

Die Landtagswahlen am 9. Mai waren für die rechten Parteien in NRW eine ziemliche Enttäuschung. Zusammen brachten sie es auf etwas mehr als 2 Prozent der Stimmen, dennoch gilt nach wie vor: Jede Stimme für eine der rechten Parteien, ist eine Stimme zuviel.

Zum Abschneiden der NPD bei den nordrheinwestfälischen Landtagswahlen am vergangenen Wochenende, lassen wir die NPD selbst mit einer ehrlichen Selbsteinschätzung, die man ansonsten von der NPD nicht unbedingt gewohnt ist, zu Wort kommen. So verkündet Claus Cremer, seines Zeichens Vorsitzender der NPD NRW:

Das Abschneiden der einzig wirklichen, nationalen Opposition, der NPD, kann und muß als schwere Enttäuschung gewertet werden. Nur 0,7 % der Wähler machten ihr Kreuz an der rechten Stelle.

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