Archiv der Kategorie 'Neonazis und extreme Rechte'

Lautstarke Antifa-Demo durch Dorstfeld

Das Dortmunder Antifa-Bündnis zieht eine positive Bilanz der antifaschistischen Demonstration “Rechte Gewalt unmöglich machen!” durch Dorstfeld. Die kraftvolle und lautstarke Demonstration setzte ein deutliches Zeichen gegen Nazis in Dorstfeld und rechte Alltagskultur. Störungen durch Angehörige der rechten Szene blieben aus, obwohl die Nazis Dorstfeld gerne als “ihren” Stadtteil betrachten.
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Unna: Erfolgreiche Antifademonstration gegen „Naziaufmarsch“

Bis zu 200 Menschen demonstrierten heute in Unna gegen einen Aufmarsch von Neonazis. Durch die Innenstadt zogen die Nazigegnerinnen an mehreren Stolpersteinen vorbei, die an Unnaer Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt und getötet wurden. Entgegen den Erwartungen von Polizei und einiger zivilgesellschaftlicher Gruppen blieb die Demonstration stimmungsgeladen aber friedlich.

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Unna/ Hamm: Gemeinsame Anreise

Lünen. Am Montagabend wurde beim ersten Treffen für ein Bündnis gegen Rechts mehrfach betont, dass nicht Lünen alleine eine Naziproblematik aufweist und die regionale Naziszene gut miteinander vernetzt ist. Daraufhin wurde die Bedeutung der regionalen Zusamenarbeit gegen rechte Strukturen und Aktivitäten betont. Eine erste Möglichkeit den Worten auch Taten folgen zu lassen, bietet sich nun am Freitagabend. In der Kreisstadt Unna haben Nazis unter dem Motto „Den deutschen Volkstod stoppen“ eine Kundgebung angemeldet. „Hier gilt es nicht nur symbolisch Flagge zu zeigen, sondern den Nazis direkten Protest entgegen zu setzen. Wir fordern alle Parteien, Verbände und Kirchen dazu auf, auf Kreisebene zu Protesten aufzurufen und sich deutlich zu positionieren.“, so Carsten Petterson, Sprecher der Antifaschistischen Aktion Lünen. „Ebenso rufen wir alle Menschen auf, sich an der antifaschistischen Demonstration in Unna zu beteiligen. Um 16.15 Uhr treffen wir uns am Lüner ZOB, um gemeinsam nach Unna zu fahren.“
Am Samstag ist in Hamm ebenfalls eine Demonstration von Nazis angemeldet.Gerechnet wird mit rund 200 Teilnehmern. Auch hier gilt es, sich den Nazis entschlossen entgegen zu stellen und sich an den angemeldeten Demonstrationen und Kundgebungen zu beteiligen. Treffpunkt für alle Lünerinnen und Lüner ist um 9.40 Uhr ebenfalls der ZOB.

Die Hintergründe zur Initiative für Bündnis gegen Rechts:
http://www.derwesten.de/staedte/luenen/78-Neonazis-in-der-Mersch-id5012029.html
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/luenen/Rechte-Gruppe-warb-fuer-Demo-in-Dortmund;art928,1389771
http://www.derwesten.de/staedte/luenen/Landtagsabgeordneter-Schmeltzer-SPD-fordert-Buendnis-gegen-Rechts-id5059570.html
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/luenen/In-der-Stadt-formiert-sich-Buendnis-gegen-Rechts;art928,1412698
http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/luenen/Grosses-Interesse-am-Buendnis-gegen-Rechts;art928,1419387

Unna: Naziaufmarsch am Freitag

Nicht nur in Hamm sorgt dieses Wochenende ein Naziaufmarsch für Aufregung. Dort findet am kommenden Samstag ein Naziaufmarsch statt, zu der 200 Teilnehmer erwartet werden. Ein breites Bündnis von der SPD-Hamm bis zur Antifa ruft unter dem Motto „Gegen Rassismus und Soziale Ausgrenzung“ zu Protesten auf. Wie diesen Montag bekannt wurde, planen die Rechtsradikalen aus Hamm auch in Unna einen Aufmarsch.
Die Neonazis kündigen im Internet an, dass am Freitagabend auch eine Neonazi-Demonstration durch die Unnaer Innenstadt stattfinden soll. Laut der Sonderseite zum Naziaufmarsch soll der Naziaufmarsch um 19.00 Uhr am Rathausplatz starten.
Es ist unerträglich, dass Neonazis mit ihrer rassistischen und antisemitischen Propaganda durch Unna marschieren wollen. Wenn Neonazis nach Unna kommen und ihre Hetzreden halten dann werden wir uns dem entschieden in den Weg stellen. Wir fordern alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf am Freitagabend lautstarken Protest zu zeigen. Wir werden den Neonazis nicht die Stadt überlassen!
Informationen zu öffentlichen antifaschistischen Aktionen werden auf unserer Homepage angekündigt.

Die Naziaufmärsche in Hamm und Unna sind Teil einer neonazistischen Kampagne, die maßgeblich von der „Kameradschaft Hamm“ organisiert wird. Aber auch die NPD Unna/Hamm unterstützt die Aufärsche. So ist der Unnaer Kreisverbandsvorsitzende Hans Jochen Voß als Redner in Hamm angekündigt. Neben Voß soll auch der wegen der „Bildung eines bewaffneten Haufens“ vorbestrafte Berliner „Nazi-Rocker“ Arnulf Priem, ehemals Kopf der „Kampfgruppe Priem“ sowie der als „Hitler von Köln“ bekannte Neonazi-Führer Axel Reitz sprechen. Teil der Neonazi-Kampagne sind auch Anschläge gegen linksgerichtete Einrichtungen, so wurde unter anderem das SPD-Büro in Hamm attackiert.

Lasst uns Gemeinsam gegen die Naziaufmärsche in Unna und Hamm auf die Straße gehn!
Achtet auf Ankündigungen, kommt nach Unna!
Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

via: Antifa UNIted

Wieder Naziaufmarsch in Hamm!

Für den 01. Oktober kündigt die Kameradschaft Hamm (KSH) einen Aufmarsch unter dem Motto „Stoppt den Volkstod – Wir lassen uns nicht BRDigen“ an. Nachdem Nazis aus Hamm und Umgebung bereits letztes Jahr durch den Hammer Westen unter dem Motto „Das System bringt uns den Volkstod – Freie Völker statt freie Grenzen“ marschieren durften, versucht die hiesige Neonaziszene nun scheinbar, eine jährliche Demonstration im Oktober zu etablieren.
Der Aufruf für den diesjährigen Aufmarsch bleibt derselbe, mit antisemitischer und rassistischer Hetze warnen sie vor einem drohenden „Volkstod“, der nur durch einen „Nationalen Sozialismus“ überwunden werde könne.

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Alerta!-PE #9: Antifaschistische Proteste von Polizeiwillkür überschattet – Naziaufmarsch erneut kleiner

Über 5.000 Antifaschisten haben gestern über Stunden in verschiedenen großen Gruppen gegen den Naziaufmarsch der Dortmunder Nazis demonstriert. Allein dem skandalösen Einsatz der Polizei ist es zu verdanken, dass Nazis gestern durch Dortmunder Straßen demonstrieren konnten. Der Naziaufmarsch selbst verlor im Verhältnis zum Vorjahr erneut an Teilnehmern. Statt der erwarteten 1.000 Nazis folgten nach Angaben der Polizei nur 763 Rechte dem Aufruf zum sogenannten “Nationalen Antikriegstag”.
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Alerta!-PE #8: Erfolgreiche Proteste behindern Naziaufmarsch!

Mehrere tausend Antifaschisten sind in verschieden großen Gruppen unterwegs und führen entschlossene Aktionen durch, um den Naziaufmarsch zu behindern! Aufgrund der Proteste und Blockaden müssen die Nazis eine Änderung ihrer Route hinnehmen. Die Polizei geht mit Gewalt gegen Antifaschisten vor.

Trotz des großen Polizeiaufgebots und des massiven Vorgehens der Einsatzkräfte gab es mehrere Blockaden, auch in dem von tausenden Polizisten hermetisch abgeriegelten Sperrgebiet. Trotz der Kriminalisierungsversuche im Vorfeld haben sich die Nazigegner nicht einschüchtern lassen. Auch Anwohner an der Naziroute haben sich ihr Recht nicht nehmen lassen, die Straße zu blockieren.

“Das Vorgehen der Polizei am heutigen Tag kann nur als unverhältnismäßig bezeichnet werden. Ein ganzes Stadtviertel wurde für die Nazis abgesperrt, so dass nicht einmal Anwohner Zugang hatten”, so die Pressesprecherin des Alerta!-Bündnisses, Sonja Brünzels. Auch der Zugang zu der angemeldeten Kundgebung an der NS-Gedenkstätte Alte Steinwache wurde zahlreichen Demonstranten verweigert. Zusätzlich setzt die Polizei Pfefferspray, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Es wurden mehrere Großkessel mit z.T. über 200 Personen eingerichtet, in denen auch zahlreiche Jugendliche festgehalten wurden. Sonja Brünzels spricht in diesem Zusammenhang von “schlechter Dortmunder Tradition”. Die Demonstranten wurden teils mehrere Stunden bei großer Hitze ohne Wasserversorgung eingekesselt. Auf Seiten der Antifaschisten gab es infolge der Polizeieinsätze mehrere Schwer- und hunderte Leichtverletzte.

Die Zahl von gerade einmal 500 Nazis – laut Polizei – zeigt, dass die Mobilisierungsfähigkeit des Dortmunder Naziaufmarsches nachlässt. “Dies belegt, dass der entschlossene Widerstand im Vorfeld des Naziaufmarsches, am Vorabend und am heutigen Tag wichtig und richtig war!”, so Sonja Brünzels. “Nazis können ihre Strukturen und Aktivitäten nur dort ausbauen, wo sie ungestört agieren können. In den letzten Jahren war das Verhalten von Stadt und Polizei eine Einladung für die Nazis, Dortmund als ihre Stadt zu begreifen. Nur durch die kontinuierlichen antifaschistischen Gegenaktivitäten konnte es gelingen, es den Nazis hier zunehmend ungemütlich zu machen.”

Outing von Jung-Nazi

In der Nacht vom 23. auf den 24. August wurde ein Nachwuchsneonazi geoutet. Aktivist_innen der Nazi-Watch-Crew Lünen verteilten ca. 200 Flugblätter an die benachbarten Haushalte im “Brusenkamp 1”. Im Gespräch mit Carsten Petterson sagten die Verantwortlichen: “Es ist erschreckend, dass ein 15-jähriger schon ein so verkommenes Weltbild hat. Mit dem Outing wollen wir bewirken, dass sein soziales Umfeld über sein Denken und Handeln aufgeklärt wird und ihn möglichst oft verbal damit konfrontiert.”

Anbei der Flyer.

via: http://de.indymedia.org/2011/08/314727.shtml

Spontane Kundgebung und Demo gegen rechte Gewalt in Dortmund


Nach den Naziübergriffen der letzten Tage trafen sich heute 100 Antifaschisten zu einer Kundgebung mit anschließender Spontandemonstration. Aufgerufen hatte das antifaschistische Bündnis Alerta!, das zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 3. September aufruft.

Die Nazigegner versammelten sich um 18:30 an der Reinoldikirche. In Redebeiträgen wurden die Gewalttaten der letzten Tage thematisiert. Mit Flugblättern wurden die Passanten über die Gewalt der Neonazis informiert und dazu aufgefordert, sich am 3. September an den Blockaden des Naziaufmarsches zu beteiligen. Anschließend zogen die Antifaschisten in einer spontanen Demonstration Richtung Katharinentreppen, wo ca. 20 Angehörige des rechten Spektrums eine Kundgebung abhielten. Lautstark zog die Demonstration über die Kampstraße zu den Katharinentreppen, um den Nazis zu zeigen, dass sie in Dortmund nicht willkommen sind. „Unsere heutige Aktion zeigt, dass wir rechte Übergriffe nicht kommentarlos hinnehmen. Nun hoffen wir auf einen ebenso erfolgreichen Verlauf der Gegenproteste am 2. und 3. September“, sagte die Pressesprecherin des Alerta!-Bündnisses, Sonja Brünzel.

Anlass der Antifakundgebung waren vermehrte Naziübergriffe in den letzten Tagen. Am Dienstag war im Kreuzviertel ein junger Mann von Angehörigen des rechten Spektrums attackiert und leicht verletzt worden, weil er ein T-Shirt trug, das die Angreifer als „links“ einstuften. Ebenfalls diese Woche wurden Antifaschisten in Lünen von Tätern aus dem rechten Spektrum attackiert und mit einem Auto durch die Straßen gejagt. In der Nacht auf Dienstag wurde im Vorfeld einer Informationsveranstaltung des Alerta!-Bündnisses ein Fenster in den Räumen des AStA der TU Dortmund eingeschlagen und mit Farbbeuteln beworfen. Außerdem beschmierten Nazis in den vergangenen Tagen mehrere Wohnhäuser vermeintlicher linker Aktivisten mit rechten Symbolen.

Kurzmeldung: Heute 18:30 Uhr Kundgebung gegen rechte Gewalt in Dortmunds Innenstadt

Nach der ersten Welle von Naziübergriffen kam es in den letzten Tagen erneut zu mindestens drei weiteren Vorfällen: in Lünen, im Dortmunder Kreuzviertel und am Asta der TU Dortmund

Nach diesen erneuten Übergriffen findet heute 18:30 Uhr eine Kundgebung gegen rechte Gewalt statt. Ort: Westenhellweg / Höhe Reinoldikirche